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| Kurhaus - A Future Pornography - LP (zeit011) |  |
| Pitfire Webzine | | Kurhaus wird es mir dieser Scheibe so manchen nicht ganz einfach machen. Aber bevor ich hier gross um den heissen Brei schreibe oder irgendwelche Gegenstimmen zu Wort kommen lasse, will ich’s gleich mal vorweg nehmen: A Future Pornography, das dritte Album der sympathischen Jungs von Kurhaus, ist wirklich einfach nur gut. Hier treffen klassische Hardcore Elemente auf pure Verzweiflung, punkige Elemente werden mit tanzbaren 80er Jahre Beats kombiniert. Wut und Aggression verwandeln sich in treibende Euphorie. Und wem das nicht genug ist, der kriegt mit „From Gainesville To Hamburg“ sogar einen düsteren Elektrosong vor den Latz geknallt. Kurhaus (gemeint ist das in Bad Bermstedt) ist eine Band, welche sich nicht schubladisieren lässt und das auch schon gar nicht will. Hier prallen verschiedenste Einflüsse zusammen und werden so arrangiert, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, ohne dabei aufgesetzt oder billig zu wirken. Im Gegenteil, Kurhaus ist eine Band mit einem, in Bezug auf ihre Texte und ihre Botschaft, überaus kongruenten Auftreten und Verhalten. Hier wird noch gelebt was gesagt wird und zu sagen hat die Band einiges; in kritischen Texten und Statements befassen sie sich nicht nur mit den typischen, gesellschaftlichen und politischen Problemen, sondern setzen sich teilweise auch mit Szeneinternen Problemen auseinander, wie beispielsweise Homophobie oder Gewalt an Konzerten, unter anderem auch in Form von Violent Dancing. Als kleine Kritik könnte man nun vielleicht noch anbringen, dass die Produktion nicht ganz den gewünschten Druck mit sich bringt und dadurch alles (vielleicht auch bewusst) ziemlich spartanisch wirkt. Dafür gibt’s aber wiederum massig Pluspunkte für das superschöne Artwork, welches natürlich auf der LP Version deutlich besser zum Ausdruck kommt. So kann ich nur sagen: Tanzt, Tanzt als könntet ihr die Welt noch immer verändern. Tanzt. Am besten zu Kurhaus… (Andreas Gehringer)
| | www.pitfire.net |  |  |  | | Borderline Fuckup | | Ziemlich beeindruckend wie man sich doch so weiterentwickeln kann. Kurhaus gehören sicherlich zu den langlebigsten deutschen HC-Bands und feiern mit “A Future Pornography” offiziell ihr 10-Jähriges. 2000 gabs die erste LP, die politischen Old School-Hardcore bot, mit der zweiten LP erhielt man anno 2004 etwas mehr Aufmerksamkeit. Hier gabs zumindest soundtechnisch ne Weiterentwicklung, die Einstellung, die früher verdammt viele HC-Bands hatten, blieb allerdings erhalten. Nun allerdings scheinen Kurhaus “erwachsen” geworden zu sein. “A Future Pornography” öffnet sich nicht nur anderen Genres, auch inhaltlich ist das hier das beste, vielschichtigste und reifeste Werk, das Kurhaus bisher ablieferten. Klar, das Ganze basiert immer noch auf dem Gedanken der Veränderung und ist immer noch höchst kritisch. Diesmal ist die Gesellschaftskritik aber einfach intelligenter und weitreichender, es geht über ein “fight” oder ein “change” hinaus. Songs wie “The Song with the golden Arm” oder “Propaganda of Dance” verkörpern aber natürlich weiterhin DAS wofür Hardcore in den 90ern stand. Die größte textliche Überraschung gibts aber kurz vor den Credits: “The Kurhaus Manifesto” zeigt wie toll diese Band ist! Klasse! Musikalisch gabs allerdings den größeren Sprung nach vorne. Den Old School-Hardcore koppelt man auf der neuen LP mit herrlicher Postcore- und Mathpunk-Rhythmik. Hier und da werfen Kurhaus auch einen Blick Richtung Indierock und zeigen, dass sie in den 90ern gerne Emo hörten. Gerade die Vocals, aber auch viele schöne Harmonien erinnern doch an so alte Helden wie die Get Up Kids. Vorallem aber ist die Produktion diesmal viel klarer, die Musik ist entspannter, die Produktion ist so lo-fi wie nur möglich… und das verleiht der ganzen Platten einfach einen herrlichen Touch. Der Grundsound der Platte ist ein Statement für sich. Er zeigt, dass Hardcore keinen Bombast, keine Schminke und keine mächtigen Gitarren-Arrangements braucht. Stattdessen einfach VIEL mehr Herz! Und obwohl die Platte nicht immer direkt, sondern sehr oft ziemlich verschroben ist, haben Kurhaus auf ihrer Platte immer noch eine Handvoll absoluter Hits. Das inoffizielle Titelstück “Party at the Crack House” ist mit seinem trocken-groovigen Beat herrlich tanzbar. “Propaganda of Dance” ist vielleicht sogar DER Hit der Scheibe und ebenfalls ein absoluter Beinfeger! Wirklich beeindruckend, wie es Kurhaus somit schaffen, in einigen Songs überhaupt nicht nach den alten Sachen zu klingen, sich dabei aber immer noch genug Tradition bewahrt haben. SO muss sich ne Band weiterentwicklen. Unterstützen! Jetzt! | | borderlinefuckup.wordpress.com |  |  |  | | Waste Of Mind Ezine | | Ich will hier ja nicht nostalgisch werden, aber es gab Zeiten, in denen sich viele Hardcore-Bands nicht nur um die tollsten Tattoos, die trendigsten Frisuren und die beeindruckendsten Moshpit-Moves sorgten, sondern stattdessen beständig auf der Suche nach dem zukünftigen Sound des Genres waren. Gerade die späten Neunziger Jahre - die Hochzeit des New School - brachten da einige grandiose Platten hervor. Die Vorliebe von Kurhaus für eben diese Phase der harten Musik ist alles andere als ein Geheimnis - hieß das letzte Album der Jungs doch "Refuse To Be Dead" und machte so schon durch den Titel klar, wer zu den eigenen Vorbildern gehört. Gut zwei Jahre später liegt nun "A Future Pornography" vor, und der damals eingeschlagene Weg wird konsequent weitergegangen. Natürlich darf man sich die Frage stellen, inwiefern das hier überhaupt noch Hardcore ist. Nur: Bringt einen die Antwort auf diese Frage irgendwie weiter? Eben. Insofern ist es vielleicht einfacher, vor allem aber deutlich empfehlenswerter, sich auf diesen Soundtrip so unvoreingenommen wie möglich einzulassen. New School geht fließend in Post-Core über, Indie-Rock in Elektro-Beats. Im Song 3 (The Song With The Golden Arm) blitzt immer mal wieder die Leidenschaft für die Get Up Kids durch - Gesang und Melodie sind klar von den Emo-Göttern inspiriert. "Propaganda of Dance" lädt wirklich zum Bewegen und führt das fort, was Refused einst begannen - den Hardcore tanzflächen-tauglich zu machen, jenseits vom typischen Gestampfe. "From Gainesville To Hamburg" huldigt trotz des Titels eben nicht Hot Water Music, sondern umhüllt mit warmer Elektronik, bevor am Ende mit "Die Or Get Rich Tryin" - welch geniale 50-Cent-Persiflage - noch mal fast schon konservativ die Hardcore-Roots hochleben dürfen. "A Future Pornography" mag vielleicht nicht zu jedem Zeitpunkt voll überzeugen, gehört aber zweifelsohne zu den spannendsten und intelligentesten Hardcore-Platten der letzten Zeit. Hoffen wir, dass uns Kurhaus noch eine Weile erhalten bleiben und nicht wie so viele andere ähnlich versierte Bands viel zu früh das Zeitliche segnen. Tito Wiesner | | www.wasteofmind.de |  |  |  | | Plastic Bomb Fanzine # 57 | | Yep, das ist mal eine feine Platte. Auch wenn Hardcore zugegebenermaßen nicht zu dem gehört, was ich mir von morgens bis abends reinziehe. Aber diese Scheibe kann mich restlos überzeugen, musikalisch, textlich und überhaupt. Ich bin einigermaßen überrascht, hatte mal ein Konzert mit denen organisiert, dass aber damals mehr oder minder an mir vorbeiplätscherte. Seitdem scheint die Truppe einiges an Entwicklung hinter sich gebracht zu haben. Hier wird der HC nicht einfach nur lieblos heruntergebrettert, sonder sehr virtuos und filigran dargeboten. Die (übrigens wunderschön aufgemachte) Platte braucht sich hinter ausländischen Produktionen jedenfalls nicht zu verstecken. Wenn ich das auf englisch gehaltene Info mit meinem jämmerlichen Schulenglisch richtig interpretiere, hat dort auch Chris von Rautenkranz von LADO die Finger mit drin gehabt, der schon seit der letzten Boxies-Scheibe einen Stein bei mir im Brett hat. Nun, wie dem auch sei, die Platte sei Euch hiermit ans Herz gelegt. Kuwe | | www.plastic-bomb.de |  |  |  | | New-Core Online Music Magazine | | Die Hamburger Kurhaus sind jetzt seit mehr als 10 Jahren zusammen und nach einigen Demos, zahllosen Compilation- und Split-Tracks und den beiden Alben „Last exit: revolution“ und dem sehr guten “Refuse to be dead” aus dem Jahr 2004 folgt hier der dritte Longplayer der Band. Die Band verbindet emotionale Parts mit (New School) Hardcore und Punk, mal wird geschrieen, mal gesungen, mal wird es hektisch, dann wieder ruhig und nachdenklich. Auf der neuen Scheibe findet man darüber hinaus auch einige elektronische Einsprengsel, die sich gut in die Musik einfügen. Dazu gibt es verdammt gute Texte und ein Comicartwork im sehr schicken Digipack, das ein wahrer Augenschmaus ist. 13 neue Songs sind auf „The future pornography“ zu finden, die eine deutliche Weiterentwicklung zeigen. War „Refuse to be dead“ noch wesentlich deutlicher im Hardcore verwurzelt, so lassen sich auf der neuen Platte eine ganze Reihe verschiedener Einflüsse entdecken. Das Grundgerüst besteht zwar noch aus Hardcore/Punk-Elementen, welche allerdings vermehrt mit Emo, Screamo und sogar einigen Dance-Punk-Einflüssen kombiniert werdfen. Die oft mehrstimmigen Vocals gefallen mir echt sehr gut, auch wenn die Hauptstimme anfangs ein klein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Nach mehrmaligem Hören zünden die Songs immer besser und die Scheibe reift zu einer wirklich guten und abwechslungsreichen Platte. Wer sich einen Stilmix aus innovativen Hardcore-Bands wie Refused oder Jr Ewing, emotionalem Schreikram in Richtung Yage, einem Schuß emotionalem, vertrackten Punkrock wie Bear vs Shark in so wunderbar zelebrierten und der Tanzbarkeit alter The Robocop Kraus Sachen vorstellen kann, sollte hier unbedingt reinhören. Dazu stimmt halt vom genialen Comicartwork bis zu den sehr guten Texten einfach alles. Meiner Meinung nach sind Kurhaus nicht nur eine äußerst sympathische Band, sondern zur Zeit auch eine der besten und innovativsten Bands in Deutschland. Hoffentlich spielen die Jungs demnächst mal wieder im Saarland, die würde ich mir echt gerne mal live anschauen. Kaufempfehlung! Mehr Infos über Kurhaus findet ihr unter www.kurhaus-online.com , www.poisonfree.com und www.zeitstrafe.de. Related Bands: Refused / Yage / Jr Ewing / The Robocop Kraus.
| | www.new-core.de |  |  |  | | Save Your Scene | | "Emotional hardcore" is a term I've read too much times around, and if there is a band that could fit with it pretty well I think it could be Kurhaus, among others. The style these guys play sound as a crossover between melodic hardcore and a pop/garage mixture, it sounds both as a catchy pop/rock thing (with some samples sometimes) but at the same as a fast and dedicated hardcore thing too. One of the most interesting things concerning "A future pornography" is the combination between the typical hardcore rhythm and the vocals, mostly clean. For me it's the first time I listen to a hardcore band which has maybe borrowed the singer and a guitarrist from a garage rock one. Kurhaus play together since 10 years and their goal is to find their distinctive sound, I've never listened to similar bands before and my conclusion is that they maybe got it. I said maybe. By the way "A new pornography" is an interesting release, these German dudes are a band with a message and their attitude has surely helped a lot to create a catchy but intense album which doesn't sound as the common rock/hardcore album, it's a modern piece with several influences which doesn't forget the bands' roots. After the previous and highly acclamed full length "Refuse to be dead" Kurhaus continue well their journey. Watch out for the awesome digipack artwork. | | www.saveyourscene.com |  |  |  | | Helldriver Magazine | | Schon die Verpackung ist sehr liebevoll: schlichter Digipack mit fettem Booklet und kleinem Comic („It´s Never Too Late To Break A Contract“ heisst der). Was sie denn dann mit der zukünftigen Pornographie gemeint haben erschliesst sich mir auch nach merhmaligem Hören nicht, Songtitel wie „Russlandfeldzug“ oder die halber Euro-Verrasche „Die Or Get Rich Tryin´“ sind jedenfalls sichere Lacher. Wobei es der Band bestimmt nicht um Lacher ging, das ist schon alles sehr ernst und wirkt auch durchdacht. Bei den ersten Songs, wenn nicht sogar Durchläufen, macht es einem die Band und insbesondere Sänger Jan mit seinem anfangs monoton wirkenden Geschrei a la Snapcase, recht schwer. Bewusst spartanisch produzierte Songs (gedoppelte Gitarren sind Fehlanzeige) entfalten erst nach einer gewissen Beschnupperungsphase ihren Charme, da steckt aber auf jeden Fall viel Identität drin, selbst die Elektro-Tupfer wirken in ihrem Oldschoolstyle eigen. Zwischen fast reinen HC-Tracks serviert die Band andererseits auch wunderbar melodische Emo-Songs. Anspieltipp ist das überragende „Propaganda Of Dance“, das mit fast vier Minuten auch der längste Song auf dem Album ist. Klischeefrei und sehr engagiert sind dann auch die Texte, die hier weit mehr als pure Musiktapete sind. | | www.helldriver-magazine.de |  |  |  | | Triggerfish | | Punk ohne Iro, Hardcore mit Herz und Hirn. Die Nordlichter von KURHAUS sind jetzt bereits seit 10 Jahren unterwegs, trotzdem werden kaum Menschen außerhalb der DIY/Punk/Hardcore Szene Notiz von ihnen genommen haben. Das ist sehr schade. Aber auch nachvollziehbar, denn KURHAUS sind alles andere als massenkompatibel: Die recht hohe Stimme von Sänger Jan ist gewöhnungsbedürftig, einige Songstrukturen wirken holprig, die Produktion von A Future Pornography ist nicht die kräftigste. Hinzu kommen Texte, die für den Großteil zu naiv und/oder zu radikal sein werden. In fast jedem Song wird gegen das System angeschrien und Parolen wie "We refuse to take part", "Create the anarchy" oder "We show the world that it is possible/ to live outside the system" sind keine Seltenheit. Im Song "Propaganda Of Dance" fassen KURHAUS die Thematik ihres Albums und ihre Bandphilosophie treffend zusammen: "It's about art, rebellion and life itself/ no time for chlichés, we came for change/ for revolution, no more standstill/ move on". Intoniert werden diese Texte von einer Stimme, die zwischen forderndem Geschrei, gesprochenen Passagen und leicht schiefem Gesang pendelt, der zwar nicht perfekt, aber gerade dadurch sehr symphatisch ist. Dasselbe gilt auch für die Musik, die einige Ecken und Kanten aufweist, an denen man sich stoßen kann: Eine ungestüme Mischung aus Hardcore, Punkrock, Indie-Einflüssen und vereinzelten Keyboard- und Elektronikspielereien. Und immer wieder blitzen einige wunderschöne emotionale Melodien auf, die schon fast als poppig bezeichnet werden können und Chöre, die zum Mitschreien einladen. A Future Pornography zündet nicht beim ersten Hören, aber wer sich auf das Album einlässt wird Hits wie "The Song With The Golden Arm", "On My Last Night In Europe" oder das bereits erwähnte "Propaganga Of Dance" entdecken uns ins Herz schliessen. Übrigens: Verpackt ist die CD in ein schickes Digipak, im Innencover befindet sich ein Comic und das Booklet ist ebenfalls augesprochen hübsch gestaltet. Die Vinyl Version erscheint auf dem Label Zeitstrafe, das bereits die großartigen ESCAPADO und LT. MOSH herausgebracht hat. | | www.triggerfish.de |  |  |  | | Mainstage Musikmagazin | | Stellen wir uns die Musikwelt einmal kurz als Schule vor: Die meisten Kinder gehören zur Mainstream-Gruppe. Sie verstehen sich untereinander und finden sich auch so super. Alles wäre super, würden sie nicht von den kleinen Grüppchen auf dem Schulhof beäugt, die ihnen ab und zu mal ein Bein stellen, in der Schule rauchen und trinken und sich teilweise so stark separieren, dass man bei der Zeugnisausgabe zum ersten Mal ihre Namen hört – die Punks, die Hardcoreleute, die die Metalheads… Oft bei den Harcoreleuten, gelegentlich bei den Punks und bei den Metallern höchstens beim Kippen schnorren, sieht man einen unscheinbaren Jungen. Er grüßt die Meisten freundlich, stellt keine Beine und hat mitunter die besten Noten. Angeblich wurde er auch schon auf Partys der Mainstreamkids gesehen. Dieser Junge heißt Kurhaus. Letztendlich ist Kurhaus aber eine Band. Hardcore, muss man anmerken. Anti-Tough-Guy-Hardcore muss man dabei auch anmerken. Das heißt, dass man explizit nicht Musik machen will, die zum Sozialdarwinismus vor der Bühne einlädt und sich nur durch Härte von Genrekollegen unterscheiden lässt und lassen will. Hier wird gegen den Metal-Strom des Hardcore der letzten Jahre geschwommen und vom Sound und Text her viel mehr am Punk orientiert. Mit dieser Mischung machten sich Kurhaus 2004 mit Refuse To Be Dead viele Freunde. Diese Freunde werden sie mit ihrer neuen Platte A Future Pornography nicht verlieren, verfolgt diese doch den gleichen, oben genannten Kurs wie der Vorgänger. Die fünf Nordlicheter präsentieren uns eine Seite des Hardcore, die smarte Texte und kein vorschnelles „Was hörst du dir denn an? DAS soll Musik sein?” der Mainstreamfreunde einfängt, denn der Stoff ist durchaus hörbar. „Welcome to boot camp” empfängt den Hörer Sänger Jan in One Last Scream und seine vier Bandkollegen liefern den (ordentlichen) Sound zu seinen gesellschaftskritischen Texten. Und auch Kurhaus machen Music for the (hardcore) masses, wie diverse Mitsingparts in den folgenden Stücken belegen, die Erinnerung an Priority #1, die Ultrahymne des Vorgängers wecken. (There’s A) Party At The Crack House verkauft sich als semiironisches, fast funkiges, von den Rhythmusinstrumenten getragenes Stück. Auch sonst werden Genreeinschränkungen von den Nordlichtern nur müde belächelt – Hardcore bildet nur das wackelige Gerüst, auf das sich (fast) alle Songs stützen: Ein kleines Highlight ist der Russlandfeldzug, welcher ein Instrumental ist, das verdammt stark nach Postcore riecht. Im (wunderbaren, mit Comics und Lyrics verzierten) Booklet steht „Du und ich/wir lassen nichts/als verbrannte erde/zurück” - selten war ein Instrumental aussagekräftiger. Folgend ist ein weiterer Stilbruch in den Augen der Hardcore-Konservativen: From Gainesville To Hamburg ist ein großes Dankeschön an Hot Water Music, gehüllt in Pop, richtig mit Drummaschine und Depeche-Mode-Flair. Traditionsgemäß endet A Future Pornography mit Hardcore, obwohl der Titel Die Or Get Rich Tryin’ beinahe auf einen Hiphop-Querverweis andeutet. Letzendlich bleibt dieser aber aus und der Titel steht für guten Humor. Kurhaus kochen mit dieser Platte einen Brei, an dem zwar viele Köche beteiligt sind, der aber trotzdem gut schmeckt. (Und wer auf gewagte Aussagen steht: Geland das nicht zuletzt überzeugend einer schwedischen Band, die sich 1998 mit ihrem letzten Album ein Hardcore-Denkmal erbaute?). Dennoch kommt A Future Pornography nicht ganz an seinen Vorgänger Refuse To Be Dead heran. Nicht zu untergraben ist abschließend noch das tolle Artwork: Neben schon erwähntem Booklet gibt es ein Digipack mit hübsch gezeichnetem Comic. | | www.mainstage.de |  |  |  | | Fuze Magazine # 1 | | Seit zehn Jahren treiben KURHAUS aus Hamburg nun schon ihr Unwesen, just ist ihr drittes Album erschienen. Ich behaupte mal, ihren persönlichen Quantensprung hat die "klischeefreie" Hardcore-Band in den Jahren zwischen ihrem aktuellen Album und dem Vorgänger "Refuse To Be Dead" hingelegt. Zu sagen, KURHAUS hätten nur ihr Spektrum etwas erweitert, wäre eine unverschämte Untertreibung. Nach dem Motto "Silence is the new loud" wird diesmal die Verzerrung ganz schön weit runter gedreht. Man hat gelernt: Intensität wird nicht allein durch Lautstärke erzeugt. Dominierend bleibt der Eindruck von Hardcore der alten Schule, durchsetzt mit modernen Screamo-Gitarren. Hier und da pellen sich aber tolle Melodien aus dem Gehacke, aus Härte wird urplötzlich Pop. Beispielhaft dafür sei der Song "Propaganda of dance" angeführt, der als Hardcore-Song beginnt und in einer zucksüßen und bombastischen Hymne mündet. Nicht die einzige Überraschung auf dieser Platte, die man vielleicht nicht innovativ nennen kann, die aber unheimlich Spaß macht. Die Veröffentlichung übernimmt übrigens wie auch schon beim Vorgänger Zeitstrafe Records.
(Poison Free/Zeitstrafe) Christian Meiners | | www.fuze-magazine.de |  |  |  | | Music Scan | | Im Falle von Kurhaus muss wohl inzwischen von einer „Underground-Legende“ gesprochen werden, denn die Band ist seit nunmehr einer Dekade im Hardcore-Lager unterwegs, ohne jemals den „ganz großen Durchbruch“ geschafft zu haben. Mit „A Future Pornography“ nimmt man nun über PXF Records einen neuerlichen Versuch, bei dem man auf die altbekannten Stärken setzt. Kurhaus stehen für stark emotional gehaltenen Hardcore, der stilistisch wie gedanklich merklich in den 1990er Jahren verankert ist, als man noch von „Schrei-Emo“ gesprochen hat. Eben solchen beinhaltet das Album, denn wirklich hart oder brutal wird es eigentlich niemals. Kurhaus setzen viel eher auf die Wirkung des „Laut-Leise-Wechsels“ und der daraus resultierenden Kontraste. Und es klappt ja auch, schnell entwickeln die Stücke eine ganz eigene Dynamik und immer wieder sind es clever gesetzte Chöre, die für Erinnerbarkeit sorgen. „A Future Pornography“ steht demnach für „intuitiv richtig“ arrangierten Hardcore, wie er heute leider viel zu selten zu hören ist. Gegenüber modernem Emo/Screamo grenzen sich Kurhaus problemlos, wenn auch sicherlich unbewusst ab, da ihrem „Emo-Core“ ein grundlegend anderes Musikverständnis zugrunde liegt. Wichtig hierbei ist, dass die Platte dennoch nicht antiquiert oder nur für Nostalgiker geeignet ist. Alle Freunde „erwachsenden“ Hardcores sind eingeladen, ein Ohr zu riskieren. (Arne) | | www.music-scan.de |  |  |  | | Asice Hardcore Ezine | | When you first see the artwork of this record, you instinctively know that Kurhaus is no average band. The digipack of ‘A Future Pornography’ is not like anything I’ve ever seen before. Inside of the casing, there’s a comic titled ‘It’s never too late to break a contract’. This comic has no direct link to the music, but it could be read as a different approach to some of the themes present in the music. And this music is just as unorthodox as the artwork. Even though ‘A Future Pornography’ has a typical hardcore and punk approach, Kurhaus doesn’t refrain from delving into completely other genres – even electronic music! – in order to create a rather unique blend of driving and melodic music. At times the songs on this record are catchy and anthemic, but within a second it can switch over to dense and impenetrable riffs. All of the above goes for the lyrics, too. Kurhaus isn’t quite your archetypical band in that department, either. Lyrically, they are addressing the bigger political issues by means of hymns of protest and rebellion. This doesn’t necessarily amount to sloganeering and big statements, since Kurhaus allows themselves enough room for some wit and fun. But the lyrical content is more than just political, there’s even an ode to a favourite band from Gainesville on this record. Kurhaus is in all respects not really an average band. I am not quite sure whether Kurhaus can be classified in any genre. Maybe you might call this calm metalcore, with a chaos-side to it that mixes with a catchy tune. This makes them fresh and at the same time somewhat annoying, since it seems a bit over the top, like a band that hasn’t figured out how to tone itself down a bit. It’s a hit and miss story. But you can only praise a band like this for at least having the guts to test – and cross – their boundaries, instead of going along the safe road that has been travelled a million times before. But even despite all this, one point of criticism still prevails. It’s understandable that a band would want a more raw, underground production for a record like this. But it’s definitely not in the music’s best interest that this record sounds like it was recorded in a mouldy basement with a My First Sony tapedeck… | | www.asice.net |  |  |  | | Häschenklänge | | Für den Plattenboten steht man ja gerne auch Samstags früh auf und geht die 3 Stockwerke mit verklebten Augen runter. Auch diesmal hat mich mein Lieblingskurier nicht enttäuscht, brachte er mir doch die neue KURHAUS LP. A Future Pornography ist eine große Platte, der Sound, die Texte, die Melodien und die Art und Weise wie da mal eben Hardcore mit Elektronik, Chören und verschiedenen Tempowechsel zelebriert wird, hat schon eine Klasse von der the Shape of Punk to come von Refused. Aber wo auch immer Vergleiche hinken, Kurhaus ist Kurhaus, da muß man eigentlich gar keine Referenz heranziehen. Hier stimmt neben der Attitüde (keine tough-guy Scheisse) auch die Eigenständigkeit der Musik und ganz nebenbei das liebevolle Artwork der Platte im Comic Stil. Daß dieses Comic dann auch noch auf der LP vertont wird - Ehrensache! Hardcore mit Schrei-Parts, ruhigere Passagen mit richtiger Singstimme (Emo?), elektronische Amiga-Spielereien und instrumentale Einheiten, die bei dem meinem Lieblingssong "propaganda of dance" schon fast episch wirken - das alles wird hier geboten! Vielleicht werden einige Menschen etwas länger brauchen, um Zugang zu der Musik, der Stimme und dem Sound zu bekommen, aber spätestens nach dem 3. Hören sollte sich offenbaren, daß hier was sehr Ehrliches und Gutes auf dem Label Zeitstrafe (zumindest das Vinyl) entstanden ist. Ich für meinen Teil hab den ganzen Morgen der Platte gelauscht und immer wieder neue Gitarrenmelodien und Breaks erhascht, die mich wirklich begeistern konnten. Empfehlung!
| | haeschenklaenge.twoday.net |  |  |  | | Dosenmusik Fanzine | | Hamburger Schule mal ganz anders Es gibt einfach Musik, die schnell ins Ohr geht und anstrengenderes, dem man mehr Zeit widmen muss, wenn man sie gerade hat. Und bei vielem, was nur mittelmäßig ist, wird der Reiz durch eine fette Produktion erhöht, die Langeweile bei 0815-Werken kann das aber auch nicht lange vermeiden. Kurhaus gehören zu denen, die intelligente Musik machen, sich immer wieder - auch auf dem Album "A Future Pronography" selbst - verändern und die sich nicht schönpolieren durch eine besonders fette oder drückende Produktion. Kurhaus gehören auch zu denen, denen man etwas Zeit geben muss. Musik die mehr ist als ein kurweilges Spaßerlebnis eben... "A Future Pornography" ist ein Album von ein paar Hamburgern, die sich nicht auf Plattitüden einlassen, weder musikalisch noch textlich. Es wird aufgerufen zur Veränderung und dazu, nicht alles einfach zu akzeptieren. Durchaus auch vom Statement alte Schule, musikalisch steckt ein gewisser Teil der Band auch genau dort, im Emo, Scream und HC der Anfangszeiten fest. Auf der anderen Seite aber gibt es Gameboy-Elektronik und weiteres disharmonisches Genre-Mischmasch, das man erst mal durchsteigen muss. Etwas neue britische Schule darf momentan natürlich auch nicht fehlen und am Ende hat es dann auch etwas mit At The Drive-In zu tun. Rock, Punk, Emo, Hardcore mit einer zu beginn etwas anstrengenden Stimme, an die man sich gewöhnt und die dann den Songs eine sehr eigene Note verleiht. Gesprochene Parts reihen sich an emotionalen, süßen Gesang und an wütendes Geschrei und so bieten Kurhaus auf "A Future Pronography" eine Berg- und Talfahrt durch Gefühle und Gedanken. Vielleicht lässt sich das Album mit den ersten Sachen von Blumfeld vergleichen - natürlich nicht musikalisch, aber von der Idee, etwas eigenes zu kreieren, das trotzdem irgendwie in den eigenen Grenzen bleibt. Veränderung von innen vielleicht. Und so machen die Hambruger in irgendeiner Art und Weise Musik der Hamburger Schule, aber doch irgendwie ganz anders... irgendwie... Die Produktion wirkt erst mal etwas flach und unausgereift, wenn man aber weiß, dass das Album von Chris v. Rautenkranz produziert wurde, der auch schon Blumfeld, Oma Hans und Franz Ferdinand zu einem guten sound verholfen hat, der muss davon ausgehen, dass der Sound durchaus geplant war. Trotzdem - etwas mehr Druck hätten die Songs noch vertragen können, es würde ihnen gut tun und es dem Hörer etwas einfacher machen. So klingt es sehr nach alter Screamo-Schule aus dem Proberaum. Ähnliche Band: At The Drive In Weitere vergleichbare Bands: Snapcase, Blumfeld, Blood Brothers. | | www.dosenmusik.de |  |  |  | | Ox Fanzine # 68 | | Album Nr. 3 der aus dem hohen Norden stammenden Band, das mir in der Vinylversion vorliegt, mit Klappcover (innen drin ein Comic) und großem Booklet. In diesem findet sich das smarte "The Kurhaus Manifesto", das wie alle Texte auf Englisch verfasst ist, man sollte sich da als Neuling nicht vom Bandnamen verwirren lassen: "Don't believe in anything you hear in a song! Don't believe anything you read in the booklet of a record! Don't believe in anything a band says on stage! A band is not a political organization! Musicians are no political leaders! Never believe in what we say! Never trust us! Always think for yourselves!" Das kann ich so nur unterschreiben, würde nur noch ergänzen, frei nach den NEWTOWN NEUROTICS: "Don't believe anything you read in the press!", sowie aus aktuellem Anlass: "Never believe what anonymous idiots blog in the internet!" Doch zu "A Future Pornography": Stacheldraht-Musik mit durcheinanderwirbelndem, mehrstimmigem Gesang, der von sehr melodiös in Sekundenbruchteilen zu harsch und aggressiv wechselt, eine Band zwischen den Stühlen, zwischen Indierock und Hardcore, zwischen ROBOCOP KRAUS und REFUSED, zwischen Dancepunk und Screamo, zwischen JR EWING und FUGAZI, die wirklich schwer fassbar ist ihrem Versuchen, der vorschnellen Kategorisierung zu entgehen und die, da bin ich mir angescichts des Manifestes sicher, nichts so sehr hasst wie Klischees und Schubladendenken - und deshalb mit dem elektronischen "From Gainesville to Hamburg" auch zeigt, dass sie ganz andere Wege gehen kann (wird?). Smartpunk könnte man das nennen - sehr sympatisch, das alles hier. Als Kritik sei nur angebracht, dass die Produktion zwar insgesamt okay ist, aber letztlich nicht ganz so transparent und wuchtig, wie man sich das wünschen würde. (8) Joachim Hiller | | www.ox-fanzine.de |  |  |  | | Whiskey Soda Fanzine | | "Reinhören". Jeder kennt es, jeder macht es und jeder weiß, dass man es eben nicht machen sollte. Falsche Eindrücke, unnötige Tränen auf der vermeintlich beschissenen Platte und unangebrachte Bewertungen könnten die schlimmen Folgen sein. Bei "A Future Pornography", dem neuen Album von Kurhaus, ist es ganz besonders verheerend. Zwei Jahre liegt ihre letzte Platte "Refuse To Be Dead" nun zurück, zehn Jahre ihre Gründung. Und während die Herren ihr Jubiläum feiern, liegt es an uns, in den besagten Silberling noch mal mehr als nur "reinzuhören". Wer die Platte in den CD-Spieler legt, fragt sich zunächst einmal, ob die Songs mit Absicht so roh oder vielleicht mit dem Walkman aufgenommen wurden. Die Lieder wirken unzugänglich, die Stimme schwer verdaulich und der Sound wie ein disharmonisches Genre-Mischmasch. Klare Sache: Stempel drauf und ab in die hinterste Ecke vom Dachboden. Jeder halbwegs Intelligente tut das nicht. Schon beim zweiten oder dritten Durchgang hat man sich nämlich an die etwas spartanische Qualität gewöhnt, die ersten beeindruckenden Gitarrenmelodien aus dem Hintergrund ins Ohr gefasst und ist auf dem besten Weg, die Herren aus der Hamburger Umgebung ganz fest ins Herz zu schließen. Die anfänglich nervende Stimme von Jan wirkt plötzlich wunderbar penetrant und durchdringend (die amerikanischen Hardcore-Kollegen Comeback Kid lassen grüßen), kann sich bei Bedarf aber auch zur einfühlsamen Emo-Stimme entfalten. Wer es jedoch darauf anlegt, irgendwelche Schubladisierungen vorzunehmen, hat sich in diesem Falle ganz, ganz heftig geschnitten. Selten begegnet man einer Band, die so viele Ideen und Einflüsse verarbeitet wie es das Kurhaus-Quintett tut. Die Sprechpassagen erinnern an Against Me!, die etwas versteckten aber sehr eingängigen Gitarrenmelodien an Muff Potter, ab und zu schleichen sich Elektro-Specials im Gameboy-Style ans Tageslicht und als übergeordnete Verwandte dürfte man wohl Turbostaat in Betracht ziehen. Zu allem Überfluss singen die Buben aus dem Norden nicht über die Fußball-WM und auch nicht über den letzten Rummelbesuch, vielmehr rufen sie immer wieder zur Rebellion und zur Veränderung auf, stellen langweilige Uniformträger an den Pranger und fordern den Hörer zum Selbst-Denken auf. Eines der vielen Highlights ist die "Propaganda Of Dance", die eindrucksvoll demonstriert, dass Kurhaus mehr als eine simple Hardcore-Band ist. Der Wechsel zwischen optimal positionierten Sprech-Ansagen und den etwas lauteren Ruf-Parts verleihen dem Song einen besonders verzweifelten und zugleich emotionalen Charakter, der in einem Ekstase-ähnlichen Schlagzeug-Solo endet. Besonders viel Freude machen zudem Booklet und CD-Hülle, deren liebevolles Artwork im Comicstil der besonderen Musik alle Ehre macht. Respekt! Qualität hin oder her, "A Future Pornography" strotzt vor Revolutionsgeist, Aussagekraft und Ideenreichtum. Schande über all diejenigen, die diese CD verstauben lassen! Egal ob nun auf dem Speicher oder im Geschäftsregal ... (Joram)
| | www.whiskey-soda.de |  |  |  | | Truesidemusic | | ...ich bin bislang leider immer nur über den Namen gestolpert, KURHAUS!!! Dieser hat sehr für Verwunderung gesorgt, aber zumindest das musikalische Rätsel wurde mit A FUTURE PORNOGRAPHY nun gelöst ...auf POISONXFREE RECORDS erschienen zeigen uns die 5 Jungs aus Hamburg/Kiel ( welche immerhin seit 10 Jahren zusammen Musik machen, da sieht man mal wie lange ich gestolpert bin ) was sie auf dem Kasten haben ...vertrakten politischen und emotionalen HC-Punk, schön rockig und trocken fliegt hier die Kuh in fast 30 Minuten, 13 schöne Songs irgendwo zwischen FUGAZI, AT THE DRIVE IN und BLUE WATER BOY ( kennt die noch einer, war mal ne geile Euroband ), das ganze kommt im super aufwendig und liebevoll gestaltetem Gigi-Pack, totaler Eye-Catcher. Für die Aufnahme ist Hauke Albrecht von Plan 12 Recordings ( Escapado, Destiny, Turbostaat, ...) verantwortlich, und gemastert wurde A FUTURE PORNOPRAPHY von Chris von Rautenkranz ( Tocotronic, Franz Ferdinand, Blumfeld, ... ). Falsch kann man bei dieser Release nichts machen, runde Sache welche ein wenig an DISCHORD RECORDS erinnert!!! | | www.truesidemusic.de |  |  |  | | Hardcoremusic.be | | Seems like Poison Free Records is doing good this year, after the Sirens MCD/LP they come up with a new release of Kurhaus - A German collective that formed back 10yrs ago, and released their first full length in 2004 "Refuse to be dead". PXF Records picked them up in order to release their new full length: "A future Pornography". First thing that got my attention when I unpacked the record was the digisleeve and amazing artwork. All lyrics come in a well-paged booklet with art illustrations. An eyecatcher once you open it. I don't realy know what I could expect of Kurhaus cus I never heard of this band before. Taking a look at the art and lyrics I was curious how it would sound. Uhmmm.. after listening to the album one time I couldn't realy make up my mind about this band, neither could push them in a box with bands that are involved in the same style, neither put a label on them. I listened to the album a second time and a third time but I never figured out what I should think of them. They feature a lot of elements from catchy rocky noisy guitarriffs, over a lot of melody, emotions, electro hip hop parts, musical orchestra parts to very fast traditional punk hardcore rhythms. Each track tells a story on its own and features different elements. The noisy catchy guitars are the most over-all dominant factor, which basicly works good. Let us say it's a mix of some punk/hardcore, indierock, post hardcore, electro, jazzy & rocky shit. Not to say that the record is recorded and mastered by non hardcore people. Chris who from Rautenkranz did the finetuning and worked for Blumfeld, Oma Hans and Franz Ferdinand. I enjoyed the differsity of songs: "Propaganda of dance" and "It's never to late to break a contract" are very fast punk hardcore tracks in the vein of Raised Fist and Against Me!, some other tracks remind me on The Bronx by times, also JR Ewing, Refused and The Blood Brothers came up in my mind when I went through this record. Very nice package, good sound, tons of variations, a band with a something to pass through and isn't afraid to walk the path of other styles and combine everything together. CD version of "A Future Pornography" is out on PXF Records, the vinyl version on Zeitstrafe.de. |  |  |  | | Dremufuestias Fanzine | | Da ist es nun, das neue Kurhaus-Album. Die CD erscheint auf Poisonfree-Records, die schicke Vinylversion - mit Klappcover und so - abermals bei Renke auf Zeitstrafe. Und um es gleich vorwegzuschicken: ich bin ziemlich begeistert! In einen ungewöhnlich cleanen, transparenten Sound (die Gitarren sind kaum verzerrt) gehüllt wird hier Hardcore zelebriert. Es gibt schnelle, treibende Stücke wie die aufeinander folgenden „microphysics of power“ und „selling our bodies to pay bail for our souls“, die aber immer mit ungewöhnlicher Gitarrenarbeit und hochinteressanten Arrangements überzeugen. Es werden bei „the sound of snow“ melancholische Töne angeschlagen, „propaganda of dance“ mündet in einen unfassbar schönen, epischen Schlusspart, und „the song with the golden arm“ hat einen zuckersüßen, poppigen aber nicht kitschigen Refrain. Überhaupt hat mir Jans Stimme nie so gut gefallen wie auf dieser Aufnahme. Absolute Überraschungen sind „(there's a) party at the crack house” mit seinem straighten, ich sag mal Disco-Takt, und das elektronische(!), wunderbar gesungene „from gainesville to hamburg“, das auch textlich begeistert. Klingt jetzt vielleicht alles ein bisschen wirr, aber Kurhaus haben hier wirklich ein eigenständiges, reifes Album geschaffen, das bei jedem Durchlauf wächst, das mitreißt, und das von wunderbaren Ideen und Melodien gespickt ist. Also, Platte kaufen, abfeiern, Texte lesen, Konzert besuchen, wieder abfeiern......... [micha, 09/2006] | | www.dremufuestias.de |  |  |  |
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