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| Attack In Black - The Curve Of The Earth - LP (zeit019) |  |
| Allschools Ezine | | Wie gut, dass Daniel Romano beim entrümpeln seines Hauses ein altes Aufnahmegerät fand und seine Kollegen von ATTACK IN BLACK einlud. Die kamen prompt, quartierten sich 3 Nächte bei Romano ein und nahmen alles auf, was sie an Ideen im Kopf hatten. Und so spontan die Aktion, so schön das Ergebnis. Da verzeiht man gerne das desaströs langweilige Konzert in Köln vergangenes Jahr, da verzeiht man auch, dass Deutschland mal wieder über ein Jahr warten musste bis jemand das Potenzial dieser Scheibe erkennt und sie endlich veröffentlicht. In diesem Fall die Kieler von Zeitstrafe Records. Und wo ATTACK IN BLACK auf ihrem „Marriage“ noch mit kalkulierter Euphorie ein Ausnahmewerk geschaffen haben, setzen sie diesmal auf minimalistische Sounds, Akustikgitarren und leisen Folk, getragen von einer holprig sympathischen Produktion. Denn wahrscheinlich ist es die Tatsache, dass man weiß unter welchen Umständen diese Platte entstand, die sie so schön macht. Romantischer ist da wahrscheinlich nur BON IVER der sich in einer Hütte in der Wildnis einschließt um über seine verflossene hinweg zu kommen. Doch die Kanadier können das auch ganz ohne Herzschmerz. Man nehme nur den wunderschönen „I’m going to forget“ oder das Titelstück welche beide mit einer solch erdigen Stimmung spielen, die einen so leise und unbemerkt überfällt, dass man gar nicht mitbekommt wie süchtig man nach diesen Songs wird. Denn gerade das erwähnte „I’m Going to Forget“ bringt eine unvergleichliche Wärme ins Ohr des Hörers, lässt ihn nahezu erstarren und lässt ihn auf Elf weitere solcher Songs hoffen. Die er auch bekommt, denn “The Curve of the Earth” ist auf seine eigene Art und Weise sogar noch besser als “Marriage”. Und das meine ich ernst. Raphael | | www.allschools.de |  |  |  | | Trust Fanzine # 134 | | Das neue Zeitstrafe Release ist für mich in zweierlei Hinsicht eine Überraschung. Mit Attack In Black veröffentlicht Renke seine erste Lizenzpressung einer kanadischen Band und zum anderen ist dieses die wohl ruhigste Veröffentlichung im ohnehin abwechslungsreichen Zeitstrafe Backkatalog. Das zweite Album der Band liefert zwölfmal folkigen, leicht melancholischen Indierock mit klaren Songstrukturen und zeitweise mehrstimmigen Gesang. Hier und da klingt die Punksozialisation durch, an anderer Stelle erinnert mich der Sänger an good old Elliot Smith. Eine schöne Veröffentlichung für kalte und schneebedeckte Wintertage mit Tee auf dem Sofa, das Vinyl strahlt eine angenehme Wärme aus. I'm allright now. Benni | | www.trust-zine.de |  |  |  | | Visions # 191 | | Das Große im Kleinen verstecken. Das zweite Album von Attack In Black lässt die Dynamik von "Marriage" vor der Tür und arbeitet an Mikromodellen von Emotionen. Denn während "Marriage" den Hörer im Husarenritt in Beschlag nahm, pirscht sich "The Curve Of The Earth" mit Samtpfoten heran. Akustisches regiert. "I'm Going To Forget" nimmt einen in seiner getragenen Country-/Folk-Langsamkeit, in seiner Sebadoh'schen Unvermitteltheit in Empfang. Da wird einem auch erst einen Moment später bewusst, dass Textzeilen wie "Sooner or later I'm going to forget/The evenings without a trace/And everything is how it should be/I'm going to hide my face" eigentlich nicht über eine Musik passen können, die einem wie das vorsichtige, sonntägliche Aufwachen nach zehn Stunden Schlaf vorkommen - während draußen seit Wochen zum ersten Mal die Sonne scheint. Das Erheben aus diesem entrückten Moment der Glückseeligkeit begleitet "Ever Faster", dem man ganz genau anmerkt, dass er genauso gut unter Strom hätte funktionieren können, mit lauten Gitarren - dem Verve der frühen Get Up Kids -, aber auf "The Curve Of The Earth" werden nun mal die Skelette zur Parade aufgestellt, alles transparent - alles auf das Nötigste reduziert. Eine Lektion in Sachen Minimalismus. So geht es denn auch weiter - jeder Song gerade so, als sei er der fast zärtliche Schlussakt eines anderen Albums, eines letzten Winkens in Richtung des Hörers, nachdem sich eine Band verausgabt und verabschiedet hat. Ein Anti-Opener-Album, ein Mixtape des Verlassens. Einzig das Interludium "You're such an only child" weckt aus dieser Ruhe, aus der Lethargie, und klopft die Sinne wach. Eine schiere Vorbereitungsstrategie nach der Hälfte der Platte, damit man als Hörer sich dank zu viel Wohlbefinden nicht ins Beliebige verliert - das darauf folgende "Morning Bird/Water Line" ist denn auch eines der stärksten Stücke, zu schade, es verpasst zu haben. "The Curve Of The Earth" ist definitiv eine Umstellung zu "Marriage" und stellt die zarten Bande, die man zu der Band seit dem letzten Album geknüpft hatte, für den einen oder anderen vielleicht auf die Probe. Aber es zeigt auch, dass Attack In Black Songs schreiben können - gerade in der schonungslosen Offenheit des Akustischen ist der Grat zwischen ergreifend und einschläfernd ein denkbar schmaler. "The Curve Of The Earth" erschien bereits 2007 und war bisher nur als Import zu bekommen. 8/12 Nils Klein | | www.visions.de |  |  |  | | Ox Fanzine # 82 | | Etwas zeitverzögert, bezogen auf das heimische Kanada, wurden ATTACK IN BLACK 2008 in Europa etwas bekannter, und es war das "Marriage"-Album, in Kanada im Sommer 2007 auf Dine Alone erschienen, das ihnen erste Fans verschaffte. Vorangegangen waren 2005 das Debüt und dann zwei EPs, bis dann "Marriage" sowas wie das "Durchbruchsalbum" wurde. Doch noch bevor dieses den Weg nach Europa gefunden hatte, legten ATTACK IN BLACK Ende 2007 das nur in Kanada als Vinyl und Download erschienene "The Curve Of The Curve"-Album nach, eine Homerecording-Platte, welche die eher ruhige, akustische Seite der Band in den Vordergrund rückt. Kein "offizieller" "Marriage"-Nachfolger also, aber für frischgebackene AIB-Fans genau das Richtige, um die Zeit bis zum neuen Longplayer zu überbrücken. Danke, Renke, dass du uns die LP via Zeitstrafe erneut zugänglich gemacht hast, und ich höre jetzt erstmal eine Runde SEBADOH - ich weiß auch nicht, was mich jetzt auf diese Idee gebracht hat... (7) Joachim Hiller | | www.ox-fanzine.de |  |  |  | | Fuze Magazine # 14 | | Da sitzen sie nun in trauter Gesellschaft und... Moment. Das hatten wir ja bereits. Vor zwei Ausgaben. Stimmt außerdem auch nicht mehr so ganz. Nichts mehr mit THE GET UP KIDS, JETS TO BRAZIL oder THE WEAKERTHANS. Zumindest nicht in der stromverstärkten Variante. "The Curve Of The Earth" ist schüchtern, verhalten und verdammt intim. Mehr Folk als alles andere. Aufgenommen in lediglich zwei Tagen. Eine Frage gilt aber noch: Welcher ungeschminkte Freund aufrichtig aufbauender Songs wäre hiervon bitte nicht ergriffen? Wobei das Adjektiv "aufbauend" vielleicht durch "traurig" ersetzt werden sollte - wäre das nicht ein so blödes Wort. René Schuh | | www.fuze-magazine.de |  |  |  |
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