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Blood Robots - Quitters Club / Rewind Yourself - 7" (zeit026)
Trust Fanzine
Nagut, wenn mal von einer „All-Star“ Band gesprochen werden kann, dann wohl hier: Leute von Situatios, Mönster, Muff Potter, Yellow Press, Durango 95 und Highscore sind unter den fünf Jungs vertreten. So richtet zu einer der früheren Bands passt der Sound eigentlich nicht und wenn, dann wohl am ehesten zu Yellow Press, was dem Gesang geschuldet ist. Der nämlich ist herausragend und macht A und B Seite zu einem tanzbaren Hits, wie man ihn sich wünscht. Der Sound der beiden Songs, quitters club und rewind yourself, ist ziemlich fett und alleine mit den beiden Stücken fällt es noch nicht ganz leicht, eine genaue Richtung der Band auszumachen. Klar, hier lächelt und der San Diego Punk (Hot Snakes, Rocket From The Crypt) auf der A-Seite an, aber auch stark melodielastige Gitarren mit starker Hookline sind auf der Flip zu hören. Schön kurz sind die beiden catchy und sehr tanzbaren Knaller. Bleibt nur noch zu sagen, dass das Artwork und der Info Zettel ganz gelungen sind. Ich kann nur hoffen, die Band bald mal live sehen zu können und, dass da noch einige weitere Songs kommen. Das ist wohl meine Lieblingssingle des letzten halben Jahres. (andreas)
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Beatpunk Webzine
Blood Robots sind eine Ansammlung von Früh? bis Enddreißigern mit bewegter Vergangenheit. Einer hat sich in einer deutschsprachigen Punkband viel Verehrung, aber auch viel Spott eingehandelt, trinkt vorgeblich gerne über den Durst, und schreibt inzwischen hauptamtlich mehr oder minder gute Bücher. Ein anderer ist vor Jahren aus den USA emigriert, in Berlin gelandet und lehrt hier kleinen Jungs, die ihn bewundern, seine Muttersprache. Nebenher brüllt er schlaue Sachen und ist witzig. Die anderen trinken etwas weniger oder gar nicht, und haben sich aus eben jenen Gründen zusammen gewürfelt, aus denen man sich Ex-Punker in dem Alter in einer Stadt wie Berlin eben zusammentut, wenn man kein saturierter Quitter sein will: Sie spielen erwachsenen, mitreißenden Post-Irgendwas mit kräftiger Stimme, schlauen Texten und Druck auf dem Kessel. Auf der 7Inch finden sich zwei Dreiminüter, die zeitlos klingen und die Live-Qualitäten des Quintetts erahnen lassen. Wer das Namedropping (das die Band wohlweislich meidet) braucht, sieht sich die Tags an, nötig wäre es nicht. Kristof.
www.beatpunk.org
Allschools Network
Alte Männer schwitzen, spielen in Hausprojekten, haben X-Bands hinter sich, möchten einfach nur nochmal in Ruhe Rockmusik spielen, jenseits von Punk, jenseits von Peinlichkeit, jenseits von Irgendwas und mitten im gediegenen Punkt des Nichts. BLOOD ROBOTS bestehen aus Ex-Mitgliedern von DURANGO95, MÖNSTER, MUFF POTTER, SITUATIONS und THE YELLOW PRESS und verweigerten sich bis zum geht nicht mehr der Öffentlichkeit. Rare Shows im September 2010, vereinzelte Gigs im Januar 2011 und noch ein paar sollen folgen. Jetzt möchte man aber erst einmal was hören. Die erste 7“ erscheint bei Zeitstrafe, ist bestückt mit zwei Songs die Rock nicht mehr verkörpern könnten und das ist durchaus positiv gemeint. „Quitters Club“ beispielsweise ist ein so treibend schönes Stück Hymne, wie man es zuletzt selten gehört hat. Hymne auch deshalb, weil man hier nicht das übliche Gesäusel abliefern kann a la „Puh, was für eine Punk Hymne“ oder „Hey, das klingt so schön hymnisch wie (setze beliebige Band ein)“. Hier trifft hymnisch eben deshalb, weil man den BLOOD ROBOTS anhört, dass sie nichts so wirklich sein wollen. Die Drums könnten bei irgendeiner wirklich guten Indie-Platte geklaut sein, die Gitarren könnten von einer Demo der HIVES stammen, der Bass schlackert im Hintergrund wie das Fähnchen im Wind, jedoch mit mehr Kontrolle und die Stimme klingt so gewöhnlich, dass man schon wieder erstaunt ist über das, was aus ihr herausgeholt wird. „Quitters Club“ also ein Hit, gesungen von den Alten für die Alten, für sie selbst – hauptsache ihnen gefällt es. Das merkt man gleich. Auch beim tollen „Rewind Yourself“. Auch hier kann man sich den Sänger vorstellen, etwas heiser, Kippe im Maul, Bier in der Hand, vielleicht sogar torkelnd. Und wen interessiert das? Genau – niemanden. Nochmal: BLOOD ROBOTS machen irgendwie das, worauf sie Bock hätten. Wäre das nicht so, würde man das irgendwie sofort erkennen, zum Beispiel an einer Änderung im Bandgefüge – denn es würde wer anders singen. Auch „Rewind Yourself“ ist grossartig. Jenseits von Punk, Jenseits von allem und mal wieder egoistisch schön. Fazit: Die BLOOD ROBOTS sind auf ihre eigene Art und Weise ziemlich großartig, vor allem eben „Quitters Club“. Achja – und für alle die es brauchen: Nagel von MUFF POTTER spielt hier Bass. Nagel von MUFF POTTER spielt hier Bass. Nagel von MUFF POTTER spielt hier Bass. Raphael.
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Get Addicted
Wenn eine Band ihren größten Publizitätsfaktor in der Biografie nur sehr beiläufig ewähnt, sagt das einiges aus. Und deswegen sind Blood Robots eben nicht „die neue Band von Nagel (Muff Potter)“. Natürlich könnten Blood Robots mit diesem Satz mehr Öffentlichkeit erheischen. Stattdessen wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, dass die Mitglieder zusammen genommen 100 Jahre Banderfahrung haben. Am aussagekräftigsten für den Sound ist auch eher der Satz: „Die einzige Platte, auf die sich alle einigen können, ist diese eine von Rocket From The Crypt.“ Das trifft es zwar auch nicht richtig, aber vermischt man RFTC mit den Vorgängerbands Durango95, The Situations, The Yellow Press und Muff Potter, bekommt man eine gute Vorstellung: dreckig, hymnisch – und um eine abgedroschene Phrase zu dreschen: ehrlich. Blood Robots sind fünf Typen, die aus dem Alter raus sind, um das nächste große Ding zu werden. Was die tun? Die wollen nur spielen. Jens Becker.
www.getaddicted.org
Waste Of Mind
Ist ja immer schön, wenn altbekannte Musiker sich zu neuen Bands zusammenschließen. Noch schöner ist es allerdings, wenn eine solche All Star Band nicht nur mit großen Namen um sich werfen kann, sondern musikalisch auch noch tatsächlich die hohen Erwartungen erfüllt. Die Blood Robots sind so ein Fall. Die graue Theorie klingt ja schon gut: Zusammen genommen spielen die fünf Bandmitglieder seit genau 100 Jahren in Bands - und zwar in solchen wie Durango95, Mönster, The Yellow Press oder Muff Potter. (Ja, Nagel ist hier auch dabei.) Die Praxis klingt aber noch besser. Zwar hat die erste, jetzt via zeitstrafe veröffentlichte 7" gerade mal zwei Songs zu bieten. Aber die sind toll - "Quitters Club" kombiniert Indie mit Rock&Roll und Reibeisen-Hymne, "Rewind Yourself" gibt noch mehr den verzerrten Party-Kracher mit Hirn. Die Band selbst findet angeblich Rocket From The Crypt als kleinsten gemeisnamen Nenner ganz ok, dem Hörer kommen dazu noch ganz andere Bands in den Sinn: Die Beatsteaks zum Beispiel, ein bisschen Hot Water Music und die eine oder andere britische Indie-Kapelle. So oder so - beide Songs haben es mehr als verdient, auf eine solch schöne Vinyl-Scheibe gepresst zu werden. Und wer erstmal Feuer gefangen hat (was nach Anhören der Songs auf der Band-Homepage schnell geht) - und mit jedem weiteren Hördurchgang noch mehr mitgerissen wird - wird sich freuen, dass Anfang Februar via Flix Records schon die nächste 7" ansteht. Gute Musik von Fans guter Musik für Fans guter Musik. Tito Wiesner.
www.wasteofmind.de
In-Your-Face.de
Nachdem sich MUFF POTTER vor einiger Zeit aufgelöst haben, war es an der Zeit, dass einzelne Bandmitglieder wieder musikalisch aktiv werden. Den Anfang macht der ehemalige Sänger Nagel mit seiner neuen Band BLOOD ROBOTS, bei denen er nun Bass spielt. Sämtliche fünf Bandmitglieder der Berliner Band verfügen schon über reichlich Erfahrung auf den Bühnen der Republik, denn sie waren u.a. bei DURANGO 95, HIGHSCORE oder THE YELLOW PRESS aktiv. Viele Informationen wurden vorab nicht bekannt, was den Zuhörer erwarten wird und so gab es die ersten Eindrücke der Band bei den raren Live-Auftritten im letzten Jahr zu begutachten. Wer gehofft hat, musikalische Parallelen zu den Vorgängerbands zu finden, wird enttäuscht sein, denn BLOOD ROBOTS klingen nicht nach den neuen MUFF POTTER und Hardcore-Einflüsse vergangener Tage sind nicht vorhanden. Auf der ersten 7", die auf dem Label Zeitstrafe erschienen ist, befinden sich die beiden Stücke "Quitters Club" und "Rewind Yourself". Das erste Stück ist eine treibende Indie-Rock Nummer geworden, bei der die Drums im Hintergrund dröhnen und die Gitarren das Tempo vorgeben. Der Gesang ist etwas schräg und erinnert mich an HOT WATER MUSIC oder JAWBREAKER. Beim zweiten Stück gar an DAVID BOWIE. "Rewind Yourself" ist ebenfalls sehr gelungen und man könnte das Stück mit ROCKET FROM THE CRYPT vergleichen, darauf hat sich zumindest die Band geeinigt, wenn es um die gemeinsame musikalische Richtung geht. Die 7" ist auf jeden Fall ein gutes Debüt geworden und das erste Album wird sicher schon jetzt von vielen sehnsüchtig erwartet. Ob die BLOOD ROBOTS mit diesem etwas eigenwilligen Sound allerdings an die Erfolge von MUFF POTTER anschließen können, wage ich zu bezweifeln. Wobei viele Musikbegeisterte bei dem kommenden Album zugreifen dürften, wenn erwähnt wird, dass es sich bei den BLOOD ROBOTS um die neue Band von Ex-MUFF POTTER Sänger Nagel handelt. Stefan.
www.in-your-face.de
Stageload
„Ganz ohne geht einfach nicht!“, wird sich wohl Nagel von Muff Potter gedacht haben, nachdem sich seine Band vor über einem Jahr aufgelöst hat. Nagel, der sein Geld momentan wohl mehr mit dem Verkauf seiner Bücher verdient als mit Musik, hat nun mit ein paar Freunden, die auch schon ordentlich Erfahrung in der Musikwelt gesammelt haben, eine neue Band gegründet: Blood Robots. Viel mit energischen, deutschsprachigen Punkrock hat das neue Projekt nicht zutun, aber Nagel spielt ja auch nur Bass und steht nicht am Mikrophon an der Front. Vier Songs hat die Band im Dezember aufgenommen und nun sind zwei davon auf einer 7“ über Zeitstrafe veröffentlicht worden. Der Opener „A Quitters Club“ präsentiert sich mit einer groovigen Bassline, rauen Gesang und klingt verdammt nach den 90ern. Blood Robots siedeln sich also stilistisch im Bereich des leicht punkigen Indie-Rocks an, der beispielsweise mit Dramamine aus Münster bereits letztes Jahr ein Revival in Deutschland erlebte. Auch der zweite Titel „Rewind Yourself“ geht, mal schnell, mal langsam, energisch ans Werk, verliert dadurch zwar den Groove seines Vorgängers, geht aber trotzdem gut in Ohr und Beine. Man hört in den sechs Minuten dieser 7“ eben raus, wo die fünf schon recht alten Herren ihre Wurzeln haben: Tief in den Neunzigern. Zwar gehört dieses Jahrzehnt schon etwas länger der Vergangenheit an, aber wer erinnert sich nicht gerne an diese Zeit, vor allem musikalisch. Wer sich also gerne auf musikalische Zeitreisen begibt und in Erinnerungen schwelgt, dabei aber nicht immer auf Bands aus Übersee zurückgreifen möchte, dem seien diese beiden Titel ans Herz gelegt. Ob Blood Robots an den großen Erfolg von Vorgängerbands wie Muff Potter, deren Einflüsse hier doch in mancher Sekunde zu hören sind, anknüpfen werden ist unwahrscheinlich, aber auch nicht gewollt. Die Band hat bereits eine weitere 7“ in den Startlöchern, welche über Flix Records erscheinen wird. Man darf also gespannt sein, da diese beiden Titel trotz musiklaschem Feingefühl und der nicht zu leugnenden Erfahrung doch recht kurzweilig wirken. Patrick Siegmann.
www.stageload.org
Triggerfish
Klub der alten Aufhörer. In diesem Review könnte es nur so von Namen längst nicht mehr existenter Bands hageln. Eine davon hing sogar mal auf irgendwelchen mittprächtigen Chart -Platzierungen rum und hat auf Universal veröffentlicht. Im Info ist von 100 Jahren Banderfahrung die Rede. Das klingt erstmal alles etwas angestaubt und nach "es nochmal wissen wollen", ist aber alles halb so schlimm. Legt man die Nadel (jetzt wäre der Name des berühmtesten Protagonisten der BLOOD ROBOTS fast gefallen!) auf das Vinyl, so ist das oben genannte schnell vollkommen egal. Die A-Seite "Quitters Club" legt unmittelbar los. Es klingt, als hätten frühe HIVES mit ROCKET FROM THE CRYPT gebumst und das Kind von JAWBREAKER aufziehen lassen. Das sind auch viele Namen, aber da es sich um eine noch neue Band handelt und dies hier ihr erstes Lebenszeichen ist, muss der Leser ja eine Vorstellung haben. Der Sänger kommt aus El Paso und hat kratzigen Soul im Hals und davon eine ganze Menge. Unaufdringlich gefühl- wie auch kraftvoll. Der ist gut! Und "Quitters Club" ein Punkrock-Hit. Die B-Seite macht im Prinzip so weiter. Die Sonne geht vielleicht nicht mehr ganz so sehr auf und der Song ist zorniger, nicht ganz so fluffig. Trotzdem starkes Stück, wie man so schön sagt. Wer Vinyl mag, wird sich auch über das Artwork freuen. Sehr schick das alles und unterm Strich eine weitere high-Standard Veröffentlichung auf dem Zeitstrafe Label.
www.triggerfish.de
Scene To Act
Wie hört es sich an, wenn Leute von Muff Potter, Highscore, Durango95, Mönster, Situations und The Yellow Press zusammen ins Studio gehen und eine Single aufnehmen? Deutschpunk, Hardcore, Punkrock??? Schwere Frage, aber die Antwort gibt es jetzt in Form einer 7’inch von den Blood Robots auf Zeitstrafe. Das Ergebnis kann sich echt hören lassen, denn es klingt nicht annähernd wie eine der oben genannten Bands. Vielmehr werden zwei Indie Kracher auf das Volk losgelassen. Die erste Nummer, Quitters Club, könnte bald gut und gerne in jeder Indie-Disco rauf und runter gespielt werden und wird sicherlich die Tanzflächen gut füllen, passt musikalisch vielleicht am besten zur neuen Beatsteaks, nur mit Hitpotential. Auf der B-Seite gibt es dann in Form von Rewind Yourself, den für mich klar besseren Song, der mich durch seine Intensität mehr berührt. Man hört der Platte einfach an, dass man es hier mit alten Hasen zu tun hat, die einfach das spielen, worauf sie Bock haben und sich nichts mehr beweisen müssen. Ach ja und für alle, die mitbekommen haben, dass hier Nagel (Ex- Sänger von Muff Potter) mitspielt: Hier singt er nicht, sondern spielt Bass. Bin auf mehr gespannt! Conni.
http://scene2act.de
Plastic Bomb
Es verursachte in den letzten Monaten einigen Wirbel, dass Nagel von MUFF POTTER eine neue Band hat. Neugierig waren viele, aber die Band machte sich rar. Songs konnte man sich im Netz lange Zeit nicht anhören. Um gleich mal ein paar Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, die hier einen Hype erwarten und auf Namedropping setzen: Nagel singt nicht. Und auch musikalischen haben die BLOOD ROBOTS rein gar nichts mit MUFF POTTER zu tun. Genauso wenig wie mit den anderen Bands, in den die Mitglieder vorher aktiv waren: MÖNSTER, SITUATIONS, YELLOW PRESS, DURANGO95. Vielmehr muss man ein Herz zu Alternative, Independent und emotionalen Hardcore besitzen, um mit dieser EP warm zu werden. Die beiden Songs "Quitters club" und "rewind yourself" weben einen dichten Sound. Das ist rockiger, gefühlvoller, eher ruhiger Hardcore mit Emotion und voller Schönheit. Die Songs wirken trotz des starken Sängers eher zart und zerbrechlich. Die BLOOD ROBOTS beschreiten einen Weg abseits von Klischees und Kraftmeierei. Heutzutage musst du keine Keule herausholen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Das machen die meisten und wird schnell langweilig. In letzter Zeit höre ich wieder sehr gerne die alten Scheiben von ROCKET FROM THE CRYPT. Und die BLOOD ROBOTS sind da eine wunderbare Ergänzung auf dem Plattenteller. Micha.
www.plastic-bomb.eu
Blueprint Fanzine
Da schau mal einer an… Erst vor ein paar Wochen habe ich von einem Bekannten erfahren, dass Ex-MUFF POTTER-Sänger Nagel mittlerweile in einer neuen Band namens BLOOD ROBOTS spielt, und da flattert auch schon die erste Single der besagten Truppe in den Blueprint-Briefkasten. Aber damit hier gar nicht erst jemand auf eine falsche Fährte gelockt wird, sei ausdrücklich erwähnt, dass Nagel die Frontmann-Rolle abgegeben und sich stattdessen lediglich den Viersaiter umgehängt hat, während ihm Bandmitglieder von DURANGO 95, MÖNSTER, THE YELLOW PRESS und den SITUATIONS an den anderen Instrumenten Gesellschaft leisten. Doch im Endeffekt ist das Rumjonglieren mit diesen Namen völlig überflüssig, denn die BLOOD ROBOTS erinnern an keine dieser Bands. Vielmehr klingt diese neue Formation wie eine natürlich gereifte Band, die sich nicht um aktuelle Trends schert und einfach nur versucht, gute Musik zu machen. Und das ist ihnen mit den beiden Stücken dieser Single zweifelsfrei gelungen: "Quitters Club" ist ein smarter Rocksong, der mit seinen treibenden Gitarren und den fluffigen Bassläufen durchaus an einschlägige britische Indie-Acts erinnert und ziemlich tanzbar ist. Der Anfang des zweiten Stücks "Rewind yourself" erinnert dagegen zunächst recht stark an "Haubentaucherwelpen" von TURBOSTAAT, und auch sonst klingt dieser Song etwas ruppiger als die A-Seite. Nicht zuletzt aufgrund des Gesangs fühle ich mich hier ein wenig an HOT WATER MUSIC erinnert. Doch ob man diese Single nun in die Rock-, die Post-Punk- oder die Indie-Schublade stopft, wird der Band wahrscheinlich ziemlich egal sein. Was zählt, ist, dass beide Songs auf dieser Single überzeugen können und Lust auf mehr machen. Nachschlag gibt es bereits in wenigen Wochen, denn die nächste BLOOD ROBOTS-Single befindet sich angeblich bereits im Presswerk. Ich bin gespannt. (bc)
www.blueprint-fanzine.de
Poisonfree.com
Alternative Rockmusik liefern die Blood Robots mit 2 Songs auf Zeitstrafe Records ab. Mir bisher unbekannt, besteht die Band aus Ex-Mitgliedern von Durango 95, Mönster, Muff Potter, Situations und the Yellow Press. Prominent würde man sagen, sollte sich aber von diesen Namen nur grob musikalisch in eine Richtung lenken lassen. Denn, wie gesagt, hier gibt es beinahe lupenreinen Rock. „quitters club“ macht den Anfang, und gefällt auch gleich zu Anfang. Ein entspannter, dennoch treibender Beat, eine angenehme, nicht zu glatte Stimme, und ein toll eingängiger Refrain schaffen eine Midtempo-Nummer mit Hit-Potential und ohne jegliche Zugangsbarrieren. „rewind yourself“ ist ein bisschen flotter, wieder mit gutem Spektrum seitens des Sängers, guten Hooks und Licks – nunja, erneut eben Rockmusik. Nicht zu poliert, sondern eher in einem dreckigen Club mit klebigem Tresen und ohne Rauchverbot aufgehoben, aber da umso überzeugender und wohltuender. Schnell ists vorbei, so ist das nunmal mit 2-Track EPs. Als „hallo!“ an die hiesige Musikszene aber durchaus gelungen und ausreichend.
www.poisonfree.com
New-Core.de
Blood Robots ist zwar eine brandneue Band aus Berlin, allerdings machen die Bandmitglieder seit Ewigkeiten Musik und waren zuvor bereits bei Bands wie Durango 95, Muff Potter, Mönster, Situations oder The Yellow Press tätig. Allerdings klingt die Band „wahlweise nach keiner dieser Bands, oder nach allen zusammen“ und „die einzige Platte auf die sich alle einigen können ist diese eine von Rocket from the Crypt.“ Das kann ich nur unterschreiben. Die 7“ besteht aus gerade mal zwei Songs. Die machen aber wirklich Appetit. Die Musik ist durchaus etwas rockiger als bei den Vorgängerbands. Man wird halt auch nicht jünger. Nichtsdestotrotz vertreten die Jungs immer noch ihre alten Ideale und die Sozialisation durch Punkrock kann man den Songs jederzeit anhören. Indie-Rock, Post-Punk oder einfach Rock. Vollkommen egal, wie ihr die Musik jetzt nennen wollt. Die beiden Songs sind richtig gut und auch ziemlich tanzbar; vor allem „Quitters Club“ von der A-Seite könnte gut in kleinen Indie-Discos funktionieren. Aber darauf haben es Blood Robots sicher nicht unbedingt abgesehen. Gelingen könnte es trotzdem. Im März ist übrigens bereits die zweite 7“ der Band via Flix Records veröffentlicht worden. Ich bin gespannt, wie es mit Blood Robots weitergeht. Zechi.
www.new-core.de